Der Arbeitskreis Asyl berichtet

Sie fliehen aus Angst vor Krieg, politischer und religiöser Verfolgung und Not.

 

Millionen Menschen auf der ganzen Welt sind gezwungen, ihre Heimat zu verlassen.
Vor allem aus den Krisenregionen in Afrika, Syrien, Afghanistan und
dem Irak. So versuchen viele über das Mittelmeer nach Europa zu flüchten.
Zusammen mit der Zunahme der Flüchtlingszahlen im Herbst 2015 wuchs
auch das Engagement der Bevölkerung zur Unterstützung und Integration
der Flüchtlinge. Auch in Ingersheim wurde der Arbeitskreis Asyl neu belebt
und die Hilfsbereitschaft der Ehrenamtlichen erweiterte sich noch einmal
beträchtlich. Aktuell engagieren sich ca. 20 Bürger/innen im Arbeitskreis
Asyl ehrenamtlich. Die Aktiven unterstützen die Flüchtlinge familienbezogen
in ihrem Alltag, bei Behördengängen, begleiten sie zu Arztbesuchen, unterrichten
Deutsch, unterstützen bei Fragen zu Kindergarten, Schule und Vereinen.
Heute können wir stolz auf viele erreichte Ziele zurückblicken:
• Ein wichtiges Ziel ist das Erlernen der deutschen Sprache: Wir bieten
für Erwachsene Sprachkurse an. Dazu den Treffpunkt „Deutsch“, um
„Hausaufgaben“ zu erledigen und um miteinander ins Gespräch zu kommen
und voneinander zu lernen.
• Seit zwei Schuljahren beteiligt sich der AK-Asyl mit einer wöchentlichen
AG „Spaß und Spiel mit Buchstaben und Zahlen“ an der Grundschule,
um mit den Kindern spielerisch die Sprache, sowie das Zahlenverständnis
zu vertiefen. Ein Angebot, das die vorhandene Hausaufgabenbetreuung
ergänzt.
• Jeden ersten Freitag im Monat findet das Café International im Gemeindehaus
statt, bei dem Menschen verschiedenster Nationen zusammenkommen
und die Spezialitäten ihrer Heimat bei einem Kaffee oder Chai
(Tee) genießen können. Während auf der einen Seite die Erwachsenen
ins Gespräch kommen, spielen im Nebenraum die Kinder selbstverständlich
miteinander und lernen sich kennen.
• War anfangs die Einzelbetreuung von Familien ein wichtiger Bestandteil
der ehrenamtlichen Tätigkeit, so ändert sich aktuell der Bedarf zu Gesprächsangeboten
von Einzelpersonen, da in der neuen Unterkunft im
Gröninger Weg viel mehr Einzelpersonen unterschiedlichster Nationalität
leben. Eine der dringendsten Fragen bezieht sich auf die Integration
junger Menschen in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.

Wenn Sie die Arbeit unserer Kirchengemeinde unterstützen wollen,
freuen wir uns über eine Spende an
Evangelische Kirchenpflege Großingersheim,
IBAN DE03 6049 1430 0070 7700 00, BIC GENODES1VVB VR-Bank Neckar-Enz eG


Aktuell leben in Ingersheim 87 Geflüchtete in der sogenannten Anschlussunterbringung,
d.h. in Unterkünften, die die Gemeinde bereitstellt; 40 seit
Ende November 2018 in der neu gebauten Unterkunft im Gröninger Weg.
Weitere 36 Personen sind dem Arbeitskreis bekannt, die in Ingersheim auf
dem freien Wohnungsmarkt fündig geworden sind; es gibt noch mehr.
15 Familien mit insgesamt 50 Kindern und Jugendlichen haben in Groß- und
Kleiningersheim eine Zuflucht gefunden.


Dank der großen Bereitschaft der ehrenamtlichen Ingersheimer/innen sowie
die Motivation der Flüchtlinge selbst, sind wir auf einem guten Weg zur
Integration. Auch die durch eine Umfrage im Amtsblatt gespendeten Fitnessgeräte
für den Gemeinschaftsraum im Gröninger Weg werden gerne
genutzt; sie helfen den Einzelnen heraus aus ihrer Zurückgezogenheit. Auch
Fahrräder sind vor allem im Gröninger Weg willkommen.
Im Kontakt mit den Geflüchteten erleben wir eine große Offenheit und viel
Freundlichkeit. Dazu eine große Dankbarkeit und Respekt, dass Deutschland
sie aufgenommen hat.
Große Mühe haben sie mit unseren Verwaltungsstrukturen und Vorschriften.
Nachdem sie in der sogenannten Erstunterbringung durch die Landkreise
zuerst nur „untergebracht“ wurden, sind viele nach Jahren immer noch
„Im Verfahren“. Das bedeutet, dass sie sich regelmäßig beim Ausländeramt
zur Verlängerung ihrer vorläufigen Ausweise und beim Landratsamt wegen
der Sozialleistungen melden müssen.
Wer eine Arbeit gefunden hat, muss sich zuerst einer Monate dauernden
Identitätsüberprüfung und dem sich dann anschließenden Arbeitsgenehmigungsverfahren
unterziehen. Wer hier Hilfe bekommt ist unendlich dankbar,
wenn er am Ende die Arbeitsberechtigung in seinen Ausweis eingetragen
bekommt.
Wir bedanken uns bei allen, die uns in irgendeiner Art und Weise unterstützen
und wer Lust hat, in unserer Gruppe mitzuarbeiten, ist ganz herzlich
willkommen. Für weitere Fragen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung
unter: ak-asyl-ingersheim@gmx.de.
Jule Hallmann / Illo Noé / Karin Zimmer

Große Beteiligung an einem Ausflug mit dem Neckarkäpt’n

Auf Initiative des Pleidelsheimer Asylarbeitskreises, der zu einer Neckarschifffahrt aufgerufen hat, haben auch wir uns mit unseren Ingersheimer Flüchtlingen beteiligt und zu einem Ausflug eingeladen.

Insgesamt 55 Personen fanden sich pünktlich um 10 Uhr am Edeka-Parkplatz ein, um sich auf den Weg zur Kleiningersheimer Anlegestelle zu machen. Mit 30 Kindern – davon 7 Kleinkinder – waren alle Flüchtlingsfamilien der Einladung gefolgt und auch 6 junge Männer aus der Gemeinschaftsunterkunft vom Gröninger Weg.

Vier Neckargemeinden haben sich mit ihren örtlichen Asylarbeitskreisen beteiligt und ihren Ausflug mit einer Teiletappe auf dem Schiff verbunden. So trafen wir auf dem Schiff Gruppen aus Mundelsheim und Hessigheim und Pleidelsheim.

 

Unsere Fahrt ging vorbei an Mundelsheim, durch die Hessigheimer Schleuse bis nach Besigheim und wieder zurück nach Kleiningersheim. Für alle Beteiligten war die Schifffahrt interessant und abwechslungsreich.

Wieder in Kleiningersheim angekommen, begaben wir uns die Wengertstäffele hoch nach Kleiningersheim, wo wir im Rosengarten des Schlosses eine Rast bei Brezeln, Hefezopf, Gemüse und Apfelsaft und Sprudel machen durften.

 

Über den Wengertsweg ging es dann zurück nach Ingersheim. Ein gelungener Ausflug bei sommerlichen Temperaturen.

Wir bedanken uns beim Pleidelsheimer Asylkreis für die Initiative, bei unseren AK-MitarbeiterInnen für die Organisation, bei Christoph Leibrecht für die Rast im Schloss und bei der Gärtnerei Willmann für die Gemüsespenden.

AK Asyl Ingersheim/ Karin Zimmer, Illo Noé, Tamara Witzky-Lang

Fahrräder für die Bewohner der Ingersheimer Gemeinschaftsunterkunft


Inzwischen sind rund 40 Flüchtlinge im Gröninger Weg untergebracht. Für viele der Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft ist ein Fahrrad hilfreich. Wir konnten in den letzten Monaten einige Spendenangebote von Ingersheimer Bürger vermitteln. Die jungen Männer sagen DANKE:


AK Asyl Ingersheim/ Karin Zimmer, Illo Noé, Brigitte Kayser

Aktuelles vom AK- Asyl:

Fitnessgeräte im Gemeinschaftsraum im Gröninger Weg 999
Ende März hatten wir über das Amtsblatt nach funktionsfähigen Fitnessgeräten nachgefragt. Die Resonanz war überwältigend. Wir konnten dank Ihrer Hilfe den Gemeinschaftsraum im Gröninger Weg 999 mit insgesamt 5 verschiedenen Geräten ausstatten. Wir bitten um Verständnis, dass wir nicht alle angebotenen Geräte verwenden konnten.
 
Zuerst standen der Transport und das Aufstellen der Geräte im Vordergrund. Dafür fand unsere Frauenpower Unterstützung durch hilfsbereite Bewohner. Dann war die Frage nach der Reinigung und Desinfektion zu regeln. Putzeimer mit Wischmob, Reinigungsmittel, Müllbehälter für Papiertücher und Desinfektionsspray und –tücher für Griffe und Sitzflächen haben wir besorgt.
Mit einem Plakat, das auf die Regeln der Benutzung und Verantwortung hinweist, war dann der Anteil den der AK beisteuern konnte, erledigt.
Die Bewohner können nun zu den Öffnungszeiten des Gemeinschaftsraums die Geräte nutzen.
Wir bedanken uns im Namen der Bewohner der Flüchtlingsunterkunft bei allen, die dazu beigetragen haben, dass der Fitnessbereich jetzt genutzt werden kann.
AK Asyl Ingersheim/ Karin Zimmer, Brigitte Kayser, Mick Welter

 

 

 

 

Ostereier suchen :
Am Ostersonntag war im Wohnheim Gröninger Weg Ostereiersuche angesagt.
Karin Zimmer und Illo Noé vom Ak Asyl hatten gefüllte Osterkörbe mitgebracht. Die Kinder Miriam und Mateo versteckten die bunten Eier und forderten die jungen Männer auf zu suchen!
Aber sobald der Korb gefüllt war ging das Versteckspiel zur Freude von allen wieder von vorne los!
Dann legten die „Kinderosterhasen“ für jeden der „ausgeflogenen“ Bewohner ein
Schokoladehäschen vor deren Türe.
Die Osteraktion hat allen sehr viel Spaß gemacht.

 

Der Osterhase war da!
Schönes Osterhasenbasteln mit der AG "Spiel und Spaß mit Buchstaben und Zahlen"

 

 

 

 

 

Sommerfest auf dem Holderhof Juli 18



Team „Café International“ organisiert ein Sommerfest auf dem Holderhof
Als Begegnungstermin nicht mehr wegzudenken - unser „Café International“. Als Abschluss vor der Sommerpause organisierte unser Team „Cafe International“ ein wunderschönes Sommerfest auf dem Holderhof.

Über 40 Geflüchtete waren der Einladung gefolgt und auch viele des AK-Teams waren vor Ort und unterhielten sich rege mit den Anwesenden über alltägliche Dinge. Deutsch ist zwischenzeitlich die verbindende Sprache für die Menschen aus Syrien, Afghanistan und Eritrea. Die Kinder genossen die Spielmöglichkeiten auf dem Holderhof und auch für Essen und Getränke war ausreichend gesorgt, denn alle haben zum Begegnungstermin was mitgebracht. Vielen Dank an Anne Zentmaier vom Holderhof und unserem Organisationsteam.

 

 


 
Kurze Infos vom AK-Asyl Ingersheim allgemein:

Es leben aktuell 84 Menschen mit Flüchtlingsstatus in Ingersheim, 38 Erwachsene und 46 Kinder. Einige davon haben selbst eine Wohnung gefunden, andere sind über die Gemeinde untergebracht.
Im AK Asyl Ingersheim sind 15 Bürgerinnen und Bürger aktiv.
Der AK Asyl gliedert sich in Teilteams, die sich um verschiedene Aufgaben kümmern:

•    Team „Café International“ zur regelmäßigen Begegnung der Geflüchteten mit uns Ingersheimer      Bürgerinnen und Bürger;

•    Team „Begleitung“, das den Familien bei alltäglichen Anforderungen hilft;

•    Team „Sprache“, wo Lernen und Praktizieren der deutschen Sprache im Vordergrund steht, sowohl für Erwachsene als auch für Kinder;

•    Team „Versorgung“, in Zusammenarbeit mit der DRK;

•    Team „Öffentlichkeit“, Berichte über den AK und die Geflüchteten;

•    Team „Integration“, hier sind wir noch am Anfang. Zur Integration gehört nach dem Erlernen der deutschen Sprache, das Finden von Arbeit und besserem Wohnraum.

Übergreifend gibt es noch das Leitungsteam für die Koordination der Teams und den Kontakt zum Träger und zur Gemeindeverwaltung.

Mithilfe gesucht:

Wenn Sie Interesse an unserer Arbeit haben und sich vorstellen können, irgendwo mitzuarbeiten, melden Sie sich bei uns am besten über unsere Emailadresse ak-asyl-ingersheim@gmx.de.
Vielleicht können Sie sich vorstellen, als Lesepaten für die Flüchtlingskinder in der Grundschule im neuen Schuljahr einzusteigen.
Wir haben in diesem Schulhalbjahr erstmals eine AG mit dem Titel „Spaß und Spiel mit Buchstaben und Zahlen“ angeboten, die auch im nächsten Jahr weitergeführt wird. Hier teilte sich eine Gruppe von vier Frauen die Aufgabe, so dass einmal in der Woche zwei Nachmittagsstunden mit jeweils Betreuerinnen aktiv waren.
Wenn wir weitere Helfer finden, könnten wir im nächsten Schuljahr eine weitere AG „Lesen und Verstehen“ anbieten, um Lesen und Textverständnis zu üben. Vielleicht was für Sie?
AK Asyl/Leitung – Karin Zimmer / Mick Welter / Jule Hallmann
 

Die Geschichte einer Flucht

Es gibt die verschiedensten Gründe, die Flüchtlinge zwingen, ihre Heimat zu verlassen.
Und es gibt mindestens genauso viele Geschichten dazu.

„Zwei tragische Bootsunglücke an einem Tag: Vor den Küsten von Tunesien und der Türkei sind Dutzende Migranten ertrunken. Unter den Opfern waren viele Kinder.“ (Stuttgarter Zeitung, 03.06.2018)
Diese Nachrichten hören oder lesen wir immer wieder, sie gehören mittlerweile zu unserem Alltag und werden oft nicht mehr wahrgenommen.
Doch Nada Mreawed (35) spürt jedes Mal erneut das Gefühl, ihr eigenes und das ihrer ganzen Familie verlieren zu müssen.
Sie ist gemeinsam mit ihrem Mann Raed Diar Bakerli (48) und ihren 3 Kindern Mohammed (16), Jodi (14) und Hamza (10) vor 3 Jahren nach Deutschland geflüchtet.
Zunächst ging es von Damaskus in den Libanon und von der Türkei nach Griechenland.
Ein 6m langes Schlauchboot – 66 Menschen an Bord.
Es herrschten schlechte Bedingungen - starker Seegang, kaum Sicht und viel zu viele Menschen auf dem kleinen Boot. Doch ausgerechnet sie hatten die Bewahrung, dass sie von der Besatzung eines Gasschiffes entdeckt wurden und an Bord kamen, denn bei der Ankunft in Griechenland hörten sie überall nur, dass ein paar Stunden später einige Boote untergingen und hunderte Menschen starben. Nada spürte es wieder. Dieses Gefühl, welches sie nie wieder vergessen kann. Mit Tränen in den Augen sagte sie, „auch wir hätten sterben können.“
Weiter ging es zu Fuß nach Budapest und von dort über Österreich endlich nach Deutschland. Nächste Station München, danach Freiburg, Karlsruhe, Hartheim, 1 Jahr Löchgau und dann erst in die Enzstraße 8 und dann am 1. Juli 2017 konnte Familie Mreawed/ Diar Bakerli schließlich in die Enzstraße 26 umziehen.
Raed und Nada möchten sich selbstständig machen mit der Herstellung von Lollys. Diese Lollys sollen anstelle von Gelatine Pektine enthalten. „Doch ohne Deutsch geht nichts.“ Das ist Nada bewusst. Im März hat sie ihren B2-Deutsch-Abschluss erfolgreich absolviert (vgl. mit dem Niveau Englischabitur). Ihr Mann ist gerade noch am Anfang und macht den A1-Kurs.
Deutschland ist für sie und ihre Kinder nicht nur Zukunft, sondern auch Sicherheit. Sie müssen nicht jeden Moment Angst haben, dass ihren Kindern oder ihnen selbst bei einem Bombenangriff etwas Schlimmes passiert. Nada beschreibt Deutschland so:
Das Land gibt alles und bietet einem gute Chancen, alle Türen werden einem geöffnet, aber dafür muss man sich anstrengen und nur dann kann man diese Chancen auch nutzen.
Die Familie bedankt sich bei der Gemeindeverwaltung und dem Asylkreis für die Unterstützung und Begleitung.
Jule Hallmann

Die Geschichte einer Flucht

Es gibt die verschiedensten Gründe, die Flüchtlinge zwingen, ihre Heimat zu verlassen.
Und es gibt mindestens genauso viele Geschichten dazu.
Diese Woche möchte ich die Familie Al Hadidi vorstellen, die seit etwa 1 ½ Jahren in Ingersheim lebt. Najah (33) ist die Mutter von zwei Töchtern und zwei Söhnen, Rawan (14) und Lean (4) und Yazan (12) und Zen (10). Ursprünglich kommen sie aus Raqqa im Norden von Syrien. 2013 verließen sie, ohne Vater und Ehemann das Land. Zu diesem Zeitpunkt war Raqqa die größte Stadt unter der Kontrolle von Islamisten, bis 2014 die Stadt Mossul von dem IS erobert wurde. Raqqa galt bis zur Befreiung am 17. Oktober 2017 als Kommandozentrale und wichtigster militärischer Stützpunkt des IS.
Zunächst war unklar wo die Flucht der Familie Al Hadidi enden wird und ob sie überhaupt in einem sicheren Land ankommen werden. Ein Schlauchboot, beladen mit etwa 70 Menschen, brachte sie in die Türkei, wo sie zwei weitere Jahre verbrachten. Doch die Flucht ging weiter in Richtung Westen. 2016 kamen sie dann mit vielen anderen Geflüchteten in der Landeserstaufnahmestelle in Mannheim an. Von dort kamen sie nach Walheim und anschließend nach Ingersheim.
Wenn Najah über Deutschland spricht, spürt man ihre Dankbarkeit. Sie darf in einem Land leben, das ihre Religion akzeptiert und respektiert. In einem Land, wo sie keine Angst haben muss, wenn sie oder ihre Kinder das Haus verlassen. In einem Land, wo Frauen nicht einfach so verschwinden und misshandelt werden. Ein Land, das nicht zerstört ist von den täglichen Bombenangriffen. Ein Land, das ihren Kindern eine Chance auf eine bessere Zukunft gibt und wo sie in die Schule gehen dürfen.
Wir freuen uns, dass die Familie, die am Hindenburgplatz wohnt, so gut in Ingersheim angekommen ist und sich hier gut zurecht findet. Unter der Woche geht Najah jeden Tag nach Ludwigsburg zu einem Deutsch- und Integrationskurs. Ihre Kinder besuchen die Realschule im Aurain, die Sandschule, die Schillerschule und Lean geht noch in den Kindergarten. Bei allen merkt man, wie sich ihr Deutsch ständig verbessert und das macht uns und die ganze Familie sehr glücklich, denn das ist der Weg um Arbeit zu finden. Najahs Traum ist es Kindern zu helfen beim Lernen. Am liebsten würde sie später in einer Schule arbeiten.
Jule Hallmann

 

 

 

 

 

 

Gesundes Frühstück und Zähne-Putz-Aktion

Am Montag gab es zum zweiten Mal unsere Zähne-Putz-Aktion mit einem gesunden Frühstück. Ruth Metsch, Annette und Isabelle Wörz, Illo Noé und Jule Hallmann vom Arbeitskreis Asyl, haben gemeinsam mit den Kindern Obst und Gemüse geschnitten, verschiedene Kräuterdips zubereitet und ganz viele Butterbrote geschmiert für unser leckeres Essen. Danach hat Ruth Wyrich, die für die Jugendzahnpflege arbeitet, allen Kindern und einigen Mamas gezeigt, wie man richtig die Zähne pflegt. Wir hatten viel Spaß und freuen uns in den nächsten Ferien auf eine weitere Zähne-Putz-Aktion.

Arezu und Amir Rezai, Jule Hallmann


Café International – so gut besucht wie noch nie; auch neue Ingersheimer BürgerInnen
Als Begegnungstermin nicht mehr wegzudenken - unser „Café International“. Zum Dezembertermin waren so viele wie noch nie gekommen. Ein reger Austausch unter den Erwachsenen und viel Spaß und Spiel bei den Kindern: zwei kurzweilige Stunden.

Für ein neues Angebot des Asylkreises hat Illo Noé bei den IngersheimerInnen geworben und so viel Zuspruch bekommen, dass im neuen Jahr der „Treffpunkt DEUTSCH“ starten kann.

Auch die für die Anschlussunterbringung zuständige Mitarbeiterin der Caritas/LRA im Anlaufpunkt Pleidelsheim war unserer Einladung gefolgt. Und einige Eltern und Kinder des Mörikekindergartens haben Kinderkleidung und Spielsachen vorbeigebracht und sich am Gespräch und Austausch beteiligt; vielen Dank.

Wir freuen uns auf jeden, der zu uns findet und mit uns ins Gespräch kommt.
AK Asyl /Karin Zimmer